Ein zweitägiges Seminar rund um das Thema Erregungskontrolle – von jugendlicher Impulsivität bis hin zu chronischer Unruhe und selbstbelohnendem Verhalten.
Am ersten Tag steht die Entwicklung junger Hunde im Fokus. Dabei geht es um die Frage, warum es manchen Rassen schwerer fällt, sich zu entspannen, und welchen Einfluss Genetik, Beschäftigung und Umwelt auf die Erregbarkeit haben.
Der zweite Tag widmet sich erwachsenen Hunden mit besonderen Auffälligkeiten – von ADHS-ähnlichem Verhalten bis hin zu zwanghaften Handlungen und suchtähnlichen Mechanismen.
TÄK Anerkennung mit je 6 Stunden ist beantragt
Die Tage können einzeln je für 150€ oder als Kombipaket für 270€ gebucht werden.
Tag 1: Junghunde und rassebedingte Erregbarkeit – Entwicklung, Neurobiologie und Handling
Junghunde verfügen über viel Energie – doch ab wann wird diese zu einer Herausforderung? Das Seminar beleuchtet die biologischen Grundlagen von Erregung und Stress, rassebedingte Unterschiede sowie die Entwicklung der Selbstregulation im jungen Hund. Zudem wird aufgezeigt, wie Frustration, Sozialverhalten und Impulskontrolle zusammenhängen.
Themen:
Praxisnahe Strategien und fundiertes Wissen ermöglichen es, jungen, aufgeregten Hunden mehr Ruhe und Kontrolle zu erleichtern.
Tag 2: Unruhe, ADHS und Suchtverhalten – Hintergründe verstehen und Management
Manche Hunde finden schwer zur Ruhe – ein Thema, das tief in der Neurobiologie von Erregung, ADHS-ähnlichem Verhalten und Impulsivität verwurzelt ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Dopamin und selbstbelohnenden Verhaltensmustern, die suchtähnliche Mechanismen auslösen können.
Themen:
Wissenschaftliche Einblicke und praxisorientierte Ansätze helfen dabei, Unruhe und deren Ursachen besser zu verstehen und gezielt entgegenzuwirken.
PD Dr. Udo Gansloßer
Udo Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie. Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt.
Seit einigen Jahren sind die Canidae (Hundeartige) einer der Schwerpunkte seiner Arbeitsgruppe, die sich interdisziplinär von rein zoologischen und tiermedizinischen Themen bis zu Fragen von Mensch-Hund-Beziehung, Tierschutzethik, Sozial- und Rechtswissenschaften erstreckt.
Von 2006 bis 2020 war er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald. Aktuell ist er Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Universität Jena und seit 2021 Lehrbeauftragter an der Universität Vechta.
Julia Reich
Julia Reich verbindet fundiertes psychologisches Fachwissen mit wissenschaftlich basiertem Hundetraining. Mit einem Bachelor in Psychologie und einem laufenden Masterstudium in Klinischer Psychologie und Psychotherapie an der JLU Gießen widmet sie sich der Schnittstelle zwischen Mensch und Hund.
Als Mitglied der Mammalia AG forscht sie aktuell zur Stressbelastung von Hunden im Zusammenleben mit psychisch erkrankten Menschen. Zudem ist sie als Dozentin tätig und gibt Seminare für Hundetrainer und Hundehalter. Ihr Fokus liegt auf der Verknüpfung psychologischer Ansätze mit modernem Hundetraining, um eine ganzheitliche Betrachtung der Mensch-Hund-Dynamik zu ermöglichen.
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