Wenn Aufregung zur Herausforderung wird

 

Ein zweitägiges Seminar rund um das Thema Erregungskontrolle – von jugendlicher Impulsivität bis hin zu chronischer Unruhe und selbstbelohnendem Verhalten.

 

Am ersten Tag steht die Entwicklung junger Hunde im Fokus. Dabei geht es um die Frage, warum es manchen Rassen schwerer fällt, sich zu entspannen, und welchen Einfluss Genetik, Beschäftigung und Umwelt auf die Erregbarkeit haben. 

Der zweite Tag widmet sich erwachsenen Hunden mit besonderen Auffälligkeiten – von ADHS-ähnlichem Verhalten bis hin zu zwanghaften Handlungen und suchtähnlichen Mechanismen.

 

TÄK Anerkennung mit je 6 Stunden ist beantragt

 

Die Tage können einzeln je für 150€ oder als Kombipaket für 270€ gebucht werden.

 

Inhalte der einzelnen Tage

Tag 1: Junghunde und rassebedingte Erregbarkeit – Entwicklung, Neurobiologie und Handling

Junghunde verfügen über viel Energie – doch ab wann wird diese zu einer Herausforderung? Das Seminar beleuchtet die biologischen Grundlagen von Erregung und Stress, rassebedingte Unterschiede sowie die Entwicklung der Selbstregulation im jungen Hund. Zudem wird aufgezeigt, wie Frustration, Sozialverhalten und Impulskontrolle zusammenhängen.

Themen:

  • Biologische Grundlagen von Erregung & Stress
  • Rassen mit erhöhter Erregbarkeit und die dahinterliegenden Mechanismen
  • Entwicklung der Selbstregulation und ihre Einflussfaktoren
  • Zusammenhang von Frustration, Sozialverhalten und Impulskontrolle

Praxisnahe Strategien und fundiertes Wissen ermöglichen es, jungen, aufgeregten Hunden mehr Ruhe und Kontrolle zu erleichtern.

 

Tag 2: Unruhe, ADHS und Suchtverhalten – Hintergründe verstehen und Management

Manche Hunde finden schwer zur Ruhe – ein Thema, das tief in der Neurobiologie von Erregung, ADHS-ähnlichem Verhalten und Impulsivität verwurzelt ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Dopamin und selbstbelohnenden Verhaltensmustern, die suchtähnliche Mechanismen auslösen können.

Themen:

  • ADHS bei Hunden – wissenschaftlicher Hintergrund und aktuelle Erkenntnisse
  • Bindung, Frustrationstoleranz und Kontrollverlust als Faktoren für Unruhe
  • Suchtverhalten und zwanghafte Verhalten 
  • Therapie- und Managementansätze für Hunde mit chronischer Erregung

Wissenschaftliche Einblicke und praxisorientierte Ansätze helfen dabei, Unruhe und deren Ursachen besser zu verstehen und gezielt entgegenzuwirken.

Die Dozenten

PD Dr. Udo Gansloßer

 

Udo Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie. Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt.

Seit einigen Jahren sind die Canidae (Hundeartige) einer der Schwerpunkte seiner Arbeitsgruppe, die sich interdisziplinär von rein zoologischen und tiermedizinischen Themen bis zu Fragen von Mensch-Hund-Beziehung, Tierschutzethik, Sozial- und Rechtswissenschaften erstreckt.

Von 2006 bis 2020 war er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald. Aktuell ist er Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Universität Jena und seit 2021 Lehrbeauftragter an der Universität Vechta.

Julia Reich

 

Julia Reich verbindet fundiertes psychologisches Fachwissen mit wissenschaftlich basiertem Hundetraining. Mit einem Bachelor in Psychologie und einem laufenden Masterstudium in Klinischer Psychologie und Psychotherapie an der JLU Gießen widmet sie sich der Schnittstelle zwischen Mensch und Hund.

Als Mitglied der Mammalia AG forscht sie aktuell zur Stressbelastung von Hunden im Zusammenleben mit psychisch erkrankten Menschen. Zudem ist sie als Dozentin tätig und gibt Seminare für Hundetrainer und Hundehalter. Ihr Fokus liegt auf der Verknüpfung psychologischer Ansätze mit modernem Hundetraining, um eine ganzheitliche Betrachtung der Mensch-Hund-Dynamik zu ermöglichen.

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